Evangelische Kindergärten

 

Öffnungszeiten

Kindergarten Spatzennest

Regelzeiten: 07.30- 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr

 

Verlängerte Öffnungszeiten (VÖ): Montag bis Freitag 07.30 - 13.30 Uhr

 

Kindergarten Biberbau
Verlängerte Öffnungszeit (VÖ)
Montag bis Freitag
07.30 - 13.30 Uhr

 

Unser Selbstverständnis
Wenn du ein Kind siehst, begegnest du Gott auf frischer Tat!“ Dieser Satz von Martin Luther drückt aus, welch ein Schatz Kinder sind und wie wichtig es ist, Kindern einen pädagogisch gestalteten und religionspädagogisch verantworteten Lebensraum zu schaffen. Die Kinder sollen im Kindergarten christlichen Glauben als eine lebensgestaltende Kraft erfahren, Gott begegnen und Hilfen für ihr Leben bekommen. Deshalb ist die Evangelische Kirchengemeinde Träger dieser Kindergärten, weil sie dazu beitragen möchte, dass

...jedes Kind ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt
...die Kinder lernen, sich in eine Gemeinschaft einzubringen
...und in beidem den christlichen Glauben als Hilfe erleben.

Evangelische Kindergärten dienen den Anfängen des Lebens und Glaubens mit einer Kultur des Vertrauens, des Spielens, des Erzählens, des Schweigens und des Feierns", schreibt Karl Ernst Nipkow. Damit wird deutlich: In Betreuung, Bildung und Erziehung will der Kindergarten die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Kinder machen dabei erste Erfahrungen mit Inhalten des christlichen Glaubens. Mit biblischen Geschichten, Bildern und Symbolen, mit Gebeten und Liedern kann den Kindern der Blick für die Liebe Gottes geöffnet werden. Kinder suchen und finden erste Antworten auf Sinnfragen; erleben kirchliche Feste und Feiern in Gemeinschaft und Kirchengemeinde.

Der Kindergarten ist darüber hinaus Ort der Begegnung mit anderen Kindern und Familien, mit der Kirchengemeinde, mit Menschen anderer Konfessionen, Religionen und Kulturen. Den Eltern bietet die Kirchengemeinde im Kindergarten vielerlei Unterstützung an, Antworten auf religiöse Fragen sind Erzieherinnen zusammen mit Eltern auf der Spur. Eltern sollen von dem Zwang entlastet werden, alles Gute für ihr Kind selbst zu leisten.

Mit der Trägerschaft über zwei Kindergärten schafft die Kirchengemeinde Massenbach Räume für das Zeugnis des Evangeliums, und sie übernimmt zugleich sozial-diakonische Verantwortung. In der Begleitung der Kinder und Eltern erfüllt die Kirchengemeinde eine mit der Taufe von Kindern übernommene Verpflichtung. Evangelische Kindergärten haben so eine wichtige, sozialintegrative Funktion und sind tragender Bestandteil des Gemeindelebens.

Unser Angebot
Im Kindergarten Spatzennest, Schumannstraße 5, befinden sich zwei Gruppen:
Gruppe 1 Bären
Gruppe 2 Schmetterlinge
Der Kindergarten Biberbau arbeitet nach dem Konzept der offenen Gruppen.
Insgesamt stehen in allen vier Gruppen 96 Plätze zur Verfügung. Die Gruppen sind alters-, geschlechts-, nationalitäten- und konfessionsgemischt. Die rechtlichen Grundlagen und das Aufnahmeverfahren sind im Anmeldeheft des Evangelischen Landesverbandes „Tageseinrichtungen für Kinder“ formuliert. Dieses bekommen alle Familien bei der Anmeldung überreicht. Die Kindergärten bietet Ihnen als Familien zwei unterschiedliche Öffnungszeiten an: siehe oben 
Die Gruppe 1 im Spatzennest ist eine integrative Gruppe. Die Betreuung der Schulkinder findet momentan noch bis Ende des Jahres 2010 vor und nach dem Unterricht sowie an unterrichtsfreien Tagen statt, wobei die Ferienregelung des Kindergartens Gültigkeit hat. Das Gesamtteam in den Kindergärten setzt sich aus acht Fachkräften und zwei jährlich wechselnden Vorpraktikantin zu sammen.
Die Kindergartenleiterin im Spatzennest Ingrid Zink wird von Sibylle Abendschön als Zweitkraft mit 100% Anstellung unterstützt. Die Gruppenleiterin Lydia Stumpf arbeitet mit Roswitha Glasbrenner, zu 50% angestellt, zusammen.

Für die altersgemischte Gruppe im Biberbau erfüllt der Kindergarten die rechtlichen Vorgaben mit zwei 100% Kräften: Simone Grasi, Kindergartenleiterin Biberbau und Olga Thurn. Martina Diez und Anja Titze vervollständigen das Team.


Gruppe 1 Bären
Lydia Stumpf
Roswitha Glasbrenner

Gruppe 2 Schmetterlinge
Ingrid Zink und
Sibylle Abendschön

Biberbau
Olga Thurn, Martina Diez
Frau Titze und Frau Grasi

Sprachförderung
Darüber hinaus unterstützt der Kindergarten diejenigen Kinder, die deutsch nicht als Muttersprache haben, zwei mal pro Woche mit einer Sprachförderung. Elke Walter gestaltet und verantwortet als Erzieherin dieses Angebot. Dies ermöglicht den Kindern eine leichtere Eingliederung in die Gruppe.

Unsere Ziele
Die Kinder kommen mit verschiedenen, individuellen Anlagen und unterschiedlichem Entwicklungsstand in die Einrichtung. Diese Situation heutiger Kinder findet in dem Konzept des Situationsorientierten Ansatzes seine Berücksichtigung. Dieses Konzept bildet die Grundlage der Arbeit. Träger und Erzieherinnen orientieren sich in erster Linie an der Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien.
Es ist uns ein Anliegen, die Interessen, Bedürfnisse, Probleme und Fähigkeiten der Kinder, wahrzunehmen, zu berücksichtigen und in der alltäglichen Arbeit aufzugreifen. Der Kindergarten ist eine familienergänzende Einrichtung mit eigenständigem Erziehungs- und Bildungsauftrag. Er unterstützt und fördert als erweiterter Lebensraum außerhalb der Familie die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Die wichtigsten Ziele dabei sind:

auf der emotionalen Ebene
sich geborgen und angenommen wissen
sich wohlfühlen und Räume mitgestalten
Freiheit als positive Grunderfahrung erleben
Gefühle ausdrücken und damit umgehen können

auf der sozialen Ebene
sich in unterschiedlicher Prägung und Herkunft gegenseitig respektieren und akzeptiere
sich als Teil der Gruppe erleben und eingliedern können
Gefühle und Bedürfnisse anderen wahrnehmen und darauf eingehen
mit Konflikten umgehen können
eigene schöpferische und kreative Fähigkeiten und Begabungen entdecken und entfalten
Vorbilder und Handlungsweisen kennen lernen, die helfen liebevoll und rücksichtsvoll miteinander umzugehe
das Umfeld lebensnah erfahren und erleben

auf der kognitiven Ebene
elementare Fähigkeiten weiterentwickeln
Probleme sehen, Zusammenhänge entdecken und Fragen stellen
Kritikfähigkeit entwickeln

auf der religiösen Ebene
Erfahrungen von Vertrauen machen
Biblische Inhalte und christliche Tradition erleben und kennen lernen.
Geborgenheit in Gott erleben.
Gott als Schöpfer des Lebens erkennen und sich darüber freuen
gleichberechtigtes Mitglied der Kirchengemeinde sein

Die genannten Schwerpunkte stehen alle miteinander in Verbindung und lassen sich nicht klar trennen. Es ist wie ein Puzzle, bei dem Teile ineinander greifen. Das Spiel und Spielen haben für die gesamte Pädagogik zentrale Bedeutung und sind Ausgangspunkt aller Schwerpunkte. Zu Themen, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren, werden in diesen Bereichen gezielte Aktivitäten und Aktionen angeboten. Diese werden am 'schwarzen Brett' veröffentlicht.

Elemente der Kindergartenarbeit im Tageslauf

1. Freispiel
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, so er spielt.“ (ein Sprichwort). Das Freispiel ist ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf und nimmt daher viel Zeit in Anspruch. In dieser Zeit entscheidet das Kind mit wem und womit es spielt, wo es spielt und wie lange das Spiel dauern soll.
Dies alles geschieht im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten und Grenzen - hinsichtlich der Räume, des Spielmaterials und der in der Gruppe geltenden Regeln. Spiel bedeutet für das Kind etwas tun, etwas erfahren, erlernen und erleben. Spiel ist für das Kind gleichbedeutend mit Arbeit. Es muss sich mit seiner ganzen Person einbringen und wird somit in allen Bereichen gefordert und gefördert.
Besonders im Freispiel bieten sich hierfür vielfältige Möglichkeiten: basteln, malen und experimentieren, bauen, konstruieren, singen, tanzen und musizieren, Rollenspiel, betrachten, staunen, fragen, nachdenken, reden und streiten, einander helfen und trösten.

2. Gezielte Angebote

Jeden Tag finden themen-orientierte Angebote statt. In der Gesamtgruppe steht das gemeinschaftliche Miteinander im Vordergrund. Besonders durch Spiele, Lieder und Erzählen werden alle Kinder angesprochen und beteiligt.
In der Kleingruppe werden die Kinder entsprechend ihrem Alter zusammengefasst und verschiedene Aktivitäten wie Bilderbuchbetrachtungen, Gespräche, das Gestaltung von Bildern angeboten. Bei der Einzelförderung werden Kinder mit speziellen Aufgaben betraut. Beispiele sind: Wortschatzerweiterungen, das Erkennen von Farben und Formen, Schneideübungen.
In gruppenübergreifenden Aktionen werden Kinder aus verschiedenen Gruppen zusammengefasst. Sie entwickeln Ideen für Gottesdienste und Feste, oder sie wählen nach Interesse z.B. aus verschiedenen Bastelangeboten eine Möglichkeit aus. Freispiel und gezielte Aktivitäten finden täglich sowohl im Raum als auch im Freien statt.

Zusammenarbeit

1. Mit der Familie
Die Erziehung im Kindergarten ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie (Kindergartengesetz für Baden-Württemberg). Um diesem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht zu werden, arbeiten Eltern und Erzieherinnen unter Berücksichtigung der Lebenslagen von Familien vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen. Eltern können sich darauf verlassen, dass Erzieherinnen über vertrauliche Informationen Stillschweigen bewahren.

Eltern werden an Entscheidungen in bestimmten Bereichen des Kindergartens beteiligt Die Eltern wählen zu Beginn eines Kindergartenjahres gemeinsam den Elternbeirat. Dieser vertritt die Belange der Eltern, trifft sich regelmäßig und tauscht Informationen aus. Die Kirchengemeinde informiert den Elternbeirat zu allen sie betreffenden Fragen und Themen. Zu bestimmten Entscheidungen wird der Elternbeirat vom Kindergartenausschuss angehört (z. B. Ferienzeiten, Neueinstellung). Deshalb ist die Vorsitzende des Elternbeirats beratendes Mitglied in diesem Ausschuss.

Die Eltern sollen den Kindergarten als Begegnungsstätte wahrnehmen und annehmen. Regelmäßige Elternabende finden zur Information zum Austausch, zum Kennen lernen und zur Geselligkeit statt. Das Bringen und Abholen der Kinder bietet vielfältige Möglichkeiten für Gespräche.

Bei Problemen werden mit den Eltern Lösungen erarbeitet und Hilfestellungen angeboten. Zu Elternabenden werden bei Fragen und Themen, die die Gesamtgruppe betreffen (z.B. Aggressionen, Ernährung, Umgang mit Medien), Fachreferenten eingeladen. Bei Kindern mit auffälligem Verhalten ist zunächst das Elterngespräch wichtig. Es wird aber auch auf Beratungsstellen hingewiesen (z. B. Familienberatung und sonderpädagogischen Einrichtungen).

2. Mit Kolleginnen, der evangelischen Kirchengemeinde und anderen Institutionen
Das Team setzt sich regelmäßig mit Situationen von einzelnen Kindern und der Gruppe auseinander. Je nach Situation der Kinder, dem Jahreslauf und bestimmten Anlässen, wie z.B. Feste, Aktionen und Ausflüge, erstellt und plant das Team das jeweilige Thema. Daraus erarbeitet jede Gruppe ihren Wochenplan.
Einen wichtigen Teil der Teamarbeit nimmt die Reflexion ein. Dabei werden positive und negative Erfahrungen der gesamten Arbeit ausgetauscht. Hierzu gehören selbstverständlich auch Kritik und Selbstkritik. Bei Problemen unterstützen sich die Erzieherinnen gegenseitig und suchen gemeinsam nach Lösungen. Das Team tauscht Informationen aus, trifft verbindliche Absprachen und gibt sich gegenseitig Anregungen.

Fort- und Weiterbildung
Um eine qualifizierte Arbeit leisten zu können, ist Fort- und Weiterbildung und ein ständiger Austausch mit Kolleginnen, der Evangelischen Kirchengemeinde als Träger und anderen mit der Kindergartenarbeit vernetzten Institutionen notwendig. Dies geschieht in:Ideen und Anregungen

Für das Einleben Ihres Kindes im Kindergarten möchten wir Ihnen als Eltern einige Denkanstöße geben. Mit dem Eintritt in den Kindergarten beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Um dem Kind den Übergang zu erleichtern, sind folgende Überlegungen und Gedanken hilfreich

Ist mein Kind bereit und fähig, sich stundenweise von den Eltern zu trennen (und umgekehrt)?
Kann mein Kind seine Wünsche und Bedürfnisse Dritten gegenüber verständlich äußern
Kann mein Kind Alltagssituationen wie Nase putzen, Vespertasche öffnen, auf die Toilette gehen, Jacke und Schuhe anziehen meistern?
Um Ihrem Kind den Eintritt zu erleichtern, bieten die Evangelische Kindergärten einen Schnupperbesuch an. Einzelheiten erfahren Sie als Eltern in der jeweiligen Gruppe.

Kirche und Kommune
Die ersten evangelischen Kindergärten überhaupt wurden 1836 in Brackenheim, ein Jahr später in Haberschlacht gegründet. Es waren mit die ersten im damaligen Königreich Württemberg. Das Zabergäu gilt seither als klassisches "Kindergartenland". Im Jahr 2001 wurde der Massenbacher Kindergarten 125 Jahre alt.
Der Kindergartenausschuss berät und beschließt Haushalt, Personalangelegenheiten und pädagogische sowie konzeptionelle Fragen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Erzieherinnenteam. Beschließende Mitglieder des Ausschusses sind

A. für die Kirchengemeinde: vier Mitglieder des Kirchengemeinderates

B. für die Stadt Schwaigern: aus der kommunale Verwaltung der für Personal zuständige Mitarbeiter Herr Seußler, für den Gemeinderat Stadträtin Andrea Vollmer und Dieter Erath.

Beratende Mitglieder sind die Vorsitzende des Elternbeirats, sowie die Kindergartenleiterinnen Ingrid Zink und ab September 2010 wieder Simone Grasi.

Finanzierung
Die Ausgaben für den Bereich „Spiel & Basteln“, sowie „sächliche Investitionen“ sind budgetiert und werden eigenverantwortlich in den Gruppen entschieden und umgesetzt. Jeder Gruppen stehen jährlich 2000  € zur Anschaffung von Spiel- und Bastelmaterial, für Investitionen, Büromaterial, Öffentlichkeitsarbeit, Telefonkosten zur Verfügung. Erlöse von Festen und Veranstaltungen komme direkt dem Kindergarten zugute. Auch über die Verwendung eingehender Spenden von Familien entscheidet das Erzieherinnenteam. Ein herzliches Danke schön allen, die den Kindergarten und damit die Arbeit mit den Kindern immer wieder durch eine Spende unterstützen.