Waldenserkirche und Gemeindehaus

Der Ort

Der Ort Nordhausen ist eine Gründung der Waldenser.

Die Glaubensrichtung der Waldenser geht zurück auf Petrus Valdes (12. Jh.), im Mittelpunkt seiner Lehre stand als Zentraltext die Bergpredigt. Wichtig waren den Waldensern oder pauperes christi („die Armen Christi“) das persönliche Bibelstudium, die Ausrichtung des Lebens an der Bergpredigt, die Laienpredigt und die Ablehnung des Kriegsdienstes. Sie wurden verfolgt in allen Jahrhunderten seit der Gründung der Glaubensgemeinschaft. Die Siedler von Nordhausen waren französische Glaubensflüchtlinge aus Piemont (heute Italien). Sie kamen aus den Orten Mentoulles und Usseaux im Chisonetal. Um ihres reformatorischen Glaubens wurden sie aus den sog. Waldensertälern vertrieben und im Jahr 1700 hier als Glaubensflüchtlinge aufgenommen.

Seit 1823 wurde auch im Gottesdienst nicht mehr französisch gesprochen und die Waldenser eingegliedert in die württembergische Landeskirche.

Die Waldenserkirche

Die Waldenserkirche (1820) in der Mitte des damaligen Ortes zeigt Besonderheiten der waldensischen Glaubensrichtung: die Kanzel in der Mitte, um zu betonen: die Predigt und das Wort Gottes stehen im Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Öffnungszeiten der Waldenserkirche und geführte Besichtigung (alte französische Altarbibel): nach Absprache (Pfarramt 07135/933557)

Das Waldenserwappen zeigt die Bibel mit einem Leuchter darauf und umgeben von 7 Sternen mit der lateinischen Inschrift Lux lucet in tenebris -  das Licht leuchtet in der Finsternis (Johannes 1, 5).

 

Unser Gemeindehaus

liegt in unmittelbarer Nähe zu Kirche und Friedhof. Dort finden die meisten Gruppen und Kreise statt (siehe Termine).  Direkt daneben wurde ein schöner Indiakaplatz angelegt. Rund ums Haus gibt es für Kinder viel Gelegenheit zum Toben und Spielen.

An der Außenseite findet sich ebenfalls eine Abbildung des Waldenserwappens

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