Wort zum Sonntag und der Woche des Guten Hirten

 

„Der HERR ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln. (…)

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich ..." (aus Psalm 23)

 

Dieser Psalm ist ein Glaubensbekenntnis zu dem Gott, dem ich mich in jeder Situation ganz und gar überlassen kann.

 

Absolutes Vertrauen gibt es nur in ganz seltenen Momenten. Etwa wenn ein Kind sich darauf verlassen kann, dass der Vater oder die Mutter zu ihm steht, wenn es etwas Dummes gemacht hat.

Die Älteren kennen noch Reinhard Meys Lied vom „Zeugnistag“. Der Liedermacher singt von schlechten Noten im Zeugnis und wie er die Unterschrift der Eltern darauf fälscht. Der Rektor merkt es und bestellt die Eltern ein. Er freut sich schon auf das Donnerwetter. Aber dann geht das Lied so weiter:

„Mein Vater nahm das Zeugnis in die Hand und sah mich an und sagte ruhig: „Was mich anbetrifft, so gibt es nicht die kleinste Spur eines Zweifels daran. Das ist tatsächlich meine Unterschrift.“ Auch meine Mutter sagte, ja, das sei ihr Namenszug. Gekritzelt zwar, doch müsse man versteh'n, dass sie vorher zwei große, schwere Einkaufstaschen trug. Dann sagte sie: „Komm, Junge, lass uns geh'n.“ - Die Lektion, die der junge Reinhard gelernt hat: „Wie gut es tut, zu wissen, dass dir jemand Zuflucht gibt, ganz gleich, was du auch ausgefressen hast!“

 

Das gibt es, solche Zuflucht, solchen Schutz. Daraus entsteht Vertrauen. Aber es ist auch immer gefährdet. Misstrauen kann sich einschleichen, Verrat … So wie wir es vor wenigen Wochen in der Passionsgeschichte gelesen haben. Da hat Jesus seine Jünger Freunde genannt, hat an ihre Liebe appelliert – und zugleich um ihre Schwäche gewusst. Dennoch hat er ihnen immer wieder neu das Vertrauen angeboten und geschenkt. Das bezeugen besonders die Worte des Johannesevangeliums, in denen er von sich selbst spricht: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ (Joh. 10,11.14)

 

Seinen guten Ruf, alles wofür er steht, sein Leben gibt er dran, um die zu retten, die loszueisen, die vom Unrecht ins Recht zu setzen, die ihm vertrauen.

„Wie gut es tut, zu wissen, dass dir jemand Zuflucht gibt, ganz gleich, was du auch ausgefressen hast!“

 

Dekanin Dr. Brigitte Müller

Unterstützungsangebot für Familien (in Not) während der Corona-Krise
Wenn

·           Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, weil Sie und Ihre Kinder nicht mehr rausdürfen;

·           Ihnen die Ideen ausgehen, wie Sie sich und Ihre Kinder Zuhause beschäftigen oder aufkommender Langeweile und drohendem Streit begegnen können;

·           Sie und/oder Ihre Kinder zunehmend gereizt und so langsam sehr verzweifelt oder wütend werden,

dann sind wir für Sie da:
Schreiben Sie eine E-Mail an Renate.sterkel@djhn.de
Frau Sterkel, Kindergartenfachberatung in der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn gGmbH, wird sich dann bei Ihnen melden. Wenn Sie ein persönliches Gespräch wünschen, geben Sie in Ihrem E-Mail bitte auch eine Telefonnummer an, unter der Sie zu erreichen sind.

Tageslosung

für den 07. Juli 2020

Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie.

Psalm 31,23

Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus bli

Markus 10,46-48.49